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Nikolay Nasedkin. LANDSCAPE. Birth place

Nikolay Nasedkin

LANDSCAPE. Birth place

/ graphics, landscape /

31.10.18 - 12.12.18





CALL BEFOREHAND PLEASE,
tel. 8. 964. 564. 03. 03

(Klimentovsky bystreet 9/1, near Tretyakovskaya metro)



Nikolay Nasedkin, biography, selected works


PHOTOS OF THE EXPOSITION













WORKS FROM THE PROJECT



















OUR PARTNERS

GIGANTOMACHY. Vladimir Anselm

RUSSIAN ACADEMY OF ARTS

&

KROKIN GALLERY

present


Vladimir Anselm

GIGANTOMACHY

/ painting, objects /

16.10.18 - 25.11.18





IN THE SPACE OF ZURAB TSERETELY GALLERY OF ARTS
(Prechistenka, 19)



Vladimir Anselm: biography, selected works

Vladimir Anselm: DAS PROFIL DER ZEITEN

Oleg Schischkin

„Das Imperium ist nie gefallen“, wie eine Figur Philip K. Dicks sagte. Dieser Gedanke kommt einem auch beim Betrachten der Arbeiten Vladimir Anselms.

Imperien brauchten große Räume, große Räume brachten große Ideen in einem totalen, hegelianischen Sinne hervor. So entstand einstens auch das Fundament der Nationen.

Anselm lebt an der Überschneidung der Kulturen – der russischen und der deutschen. Die nationalen Codes nimmt der Autor zum Anlass für tiefgreifende visionäre Vergleiche, die hin und wieder von einer Sehnsucht nach großen untergegangenen Epochen durchdrungen scheinen.

Doch welche Monologe übermitteln die Köpfe monumentaler Statuen auf Sackleinen, das an verwitterte Haut erinnern mag? Möglicherweise erinnern diese uns bekannten Profile an Archetypen, an ewige, unabweisbare, tiefliegende Bilder, die im Bewusstsein von Schöpfern auflodern, beginnend mit der Epoche Phidias und Lysipps. In ihrer grellen Kälte und Unnahbarkeit zeigt sich der Code des Autors, das Persönliche, das zur Linie wurde.

Die ursprüngliche Bestimmung der Skulptur sahen die Griechen in der Schmückung der Tempel, wo die Pythia und die Sibyllen ihr Zwiegespräch mit den Göttern des Olymps hielten. Die Beseelung des Steins war mystische Notwendigkeit in der Welt der legendären Helden, die dem Fatalismus des Göttergesetzes und des Opfers widerstanden.

Die Klassik in eine avantgardistische Interpretation überführend wendet sich Anselm den Bildern der Vergangenheit zu, dem epischen Feuer heroischer Zeiten. Der Bezug des Autors wäre jedoch nicht endgültig, wenn sich zu den beunruhigenden Bildern nicht ein harscher Hintergrund gesellte, in denen die bildhauerischen Zitate Anselms gleichsam im Schlaf schweben. Das Element der Bergrücken, der Eisberge, der glitzernden Gletscher – all dies ist Weg zum Gipfel, zur geistigen Substanz, die von einem weltumspannenden Leuchten erfasst ist.

Die Welt der Bilder Anselms fügt sich aus gegensätzlichen Hyperbeln, edlen Spekulationen entsprungen, zusammen. Ihre Grundlage ist das Sehnen nach einer heroischen Epoche, in der der Mensch als Kämpfer, Krieger in titanischer Anspannung verweilt. Er hält den schneidenden Winden des Nordens stand, dem eiseskalten Andrang des unbesiegbaren Kosmos. Dieser Kampf ist unendlich, der Sieg kaum zu erringen.

Das Thema der Gigantomachie hat seinen Ursprung in der Antike, bis heute aber nicht an Aktualität verloren. Die Giganten, Sinnbild der irdischen Kräfte, erhoben einen Aufstand gegen die göttliche Ordnung.

Renaissance, Aufklärung und Säkularisierung gaben dem Menschen Unabhängigkeit – ohne sich einer Legitimierung durch die Götter zu versichern, lebte er fortan selbstbestimmt, erhob sich zum Giganten. Besondere Ausprägung erhält das Gigantische in totalitären Systemen, denen immer etwas Titanisches innewohnt.

Das Projekt „Gigantomachie“ zeigt die Rückkehr des Menschen zur Erde im Geiste des antiken Weltverständnisses. Der Mensch wird in die Hierarchie des antiken Kosmos eingeordnet als Teil der Natur, als Geschöpf der Erde. Als Gigant ist er zugleich Geschöpf des Chaos, der Vorstellung vom Transzendentalen bar. Hier klingt einerseits das wiederkehrende Motiv der deutschen Philosophen und Romantiker an – das der existentiellen Verlassenheit, des Sinnverlustes und der Tragödie des Nihilismus, im Gefolge der Ideen Nietzsches vom Verlust der Verbindung zum Göttlichen und Jüngers vom Kampf mit dem Nihilismus. Andererseits aber entsteht gerade im Zusammenstoß dionysischen Chaos und apollinischer Ordnung das Kunstwerk, das Katharsis gebiert.

Der Weg des Künstlers Anselm ist der Weg unablässiger Arbeit am tieferen Verstehen, des Ringens mit der Materie des Lebens, wobei jede Bewegung die eigenen Möglichkeiten der Ergründung des weltumfassenden Geheimnisses offenbart.






495.637.25.69
www.rah.ru

964.564.03.03
www.krokingallery.ru



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OUR PARTNERS

The Sword. 2010 The Heart. 2012
Victoria. 2018 Big Stone Bridge. 2018 The Worker. 2018
Berkut. 2007 The Pistol. 2015 The Tractor. 2009
Chapaev. 2018 Marseliesa. 2015 The Worker. 2018
Dioskurs. 2018 Broken Sword. 2018 Dostoevsky's Mask. 2018

Natalia Turnova. KEEPING SILENCE


STATE TRETIAKOV GALLERY

&

KROKIN GALLERY

present


Natalia Turnova

KEEPING SILENCE

/ paintings, objects /

09.10.18 - 25.11.18





New Tretyakov gallery building, Hall #38
Moscow, Krymsky val, 10



Natalia Turnova, biography, selected works

Nataliya Turnova’s «Keeping Silence» project is based on two artwork series. One of them is sculptural and gives the name to the project, while the other is called “Passions” and consists of 14 paintings. The artist prefaces each artwork series with epigraphs, taken from the Church fathers’ works. These two quotations, chosen by Turnova, are the sample of Christian theological dialectics, and operate on several levels of her project.

So the fact that the artist uses epigraphs is remarkable by itself, i.e. that these works have some external reference – some other text, other work that is related to the artwork and actually is a part of it. After all, referentiality is a substantive principle of Turnova’s art, that she shares with many artistic poetics of her generation, who have remained loyal to the principals of representation. However, in Turnova’s case there is no direct appropriation or manipulation of quotations, but rather a deep rootedness of her images in the representational archive. For this reason despite the uniqueness of Turnova’s works they do resonate in their expression with absolutely different artistic layers and codes.

To explain these poetics we can make a reference to the Jacques Lacan’s concept of the “floating signifier” or to any other post-structural theory, which was authoritative at the époque when Turnova’s art was developing. Or in succession to the project we may cite early Christian theologians: “Everything exists in everything and nothing can exist beside itself.” (Meister Eckhart)

This idea, in fact, is thematized by the artist in the chosen epigraphs: all the things in existence are one, all the contradictions are interdependent, they consider and preset each other. For this reason, silence is indispensable to the cosmic roar, and the visible image, on which Turnova insists in her art, brings something that remains invisible. Indeed, all these numerous pictorial allusions in her works, which excite viewer’s imagination, stay unobvious and thus invisible.

Her artworks are free from the narrative element and readable semantics. They appeal exceptionally to the visual perception, to the preconscious or actually to the dreaming experience. The brighter and more unique are the Turnova’s images, the more they refer to the concealed prototype of all the images or if to put it in other words, they present the ability of imagery itself.

Viktor Misiano




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WORKS FROM THE PROJECT















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